Wie wurdet ihr zum Mylène Farmer-Fan?

News und sonstige Themen rund um Mylène und Laurent, welche in kein anderes Forum passen.
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Erzengel
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Wie wurdet ihr zum Mylène Farmer-Fan?

Ungelesener Beitrag von Erzengel »

HappyMax hat geschrieben: 19. Mai 2026, 02:32 Nachdem ich nun sechs BluRays durchgesehen habe und wäre es echt schade sie nicht noch einmal live sehen zu können.

Wobei ich natürlich hoffe über das Forum etwas organisieren zu können. Gemeinsame Anfahrt, Aufenhalt, etc. Wenn ich mir die teilweise irre Anzahl von Zuschauern (90.000!)? ansehe, wage ich gar nicht zu fragen, wann man sich am besten anstellt, um vorne mit dabei zu sein. Bin auch gespannt, was "der Spaß" kosten wird. Aber inzwischen bin ich der Meinung, dass man in diesem Leben mitnehmen sollte was geht.
Bevor du dich am Stadion anstellst, musst du erst mal ein Ticket haben :pcbreak:

Das war schon beim letzten Mal kein Vergnügen und der Vorverkauf war 2021. Prognostiziert wird aktuell, dass demnächst KI den Ticketkauf auf Anweisung übernehmen könnten. Und ich habe wirklich die Befürchtung, dass dann sämtliche guten Karten nur noch an die Schwarzmarkthändler gehen

… oder die KI halluziniert Plätze die nicht existieren :shithappens:

[Google plant tatsächlich die Einführung dieser KI Agenten in absehbarer Zeit: Eine neue Funktion namens Spark soll die Internetsuche personalisieren. Man kann etwa Agenten damit beauftragen, den Finanzmarkt auf ganz spezialisierte Bewegungen hin zu analysieren oder im Internet nach einer Mietwohnung zu suchen, die bestimmte Kriterien erfüllt, oder Konzertkarten eigenständig zu kaufen, sobald diese verfügbar sind. Der Agent arbeitet rund um die Uhr im Hintergrund und informiert den Nutzer, sobald der Auftrag abgeschlossen ist. Man kann den Laptop in der Zwischenzeit zumachen.]

Aber genug off-topic.
13.09.13 Paris * 15.10.13 Straßburg * 15.11.13 Brüssel
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03.06.23 Lille * 17.06.23 Genf * 22.07.23 Brüssel
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MartinC
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Ungelesener Beitrag von MartinC »

Erzengel hat geschrieben: 21. Mai 2026, 22:02 Und ich habe wirklich die Befürchtung, dass dann sämtliche guten Karten nur noch an die Schwarzmarkthändler gehen
Die Frage wird sein, ob Mylène bei dem System bleibt, das 2019 und 2023 etabliert wurde. Faktisch wurde der Löwenanteil an Tickets über die eigene Plattform verkauft, die (meines Wissens) auf einer eigenen Software von Sony basiert, und die sich als relativ stabil erwiesen hat – jedenfalls deutlich stabiler als 2013 im "freien" Verkauf. Man braucht sehr viel Zeit und Nerven, aber man kommt irgendwann rein und bekommt dann auch Karten.

Entscheidend ist aber die Rücknahme der Tickets ab 4 Wochen vor dem Konzertdatum und auch noch am Tag selbst an der Kasse. Jeder kann sein Ticket zurückgeben, es geht dann in den regulären Pool zurück und sobald es ein neuer Kunde (als dann reguläres Ticket zum normalen Preis) kauft, wird der alte Barcode ungültig geschaltet und der ursprüngliche Käufer bekommt sein Geld mit einem überschaubaren Abschlag zurück.

Dieses Verfahren hat 2019 und 2023 den Schwarzmarkt komplett ausradiert, weil niemand mehr sagen kann, ob ein fremdes Ticket überhaupt noch gültig ist. Und das ohne jede Personalisierung und ID-Checks beim Einlaß. Einfach und wirkungsvoll...

Weiterverkauf ist dadurch praktisch nur noch zwischen persönlich bekannten Personen möglich, oder z.B. mit einem Verkäufer, der dann selbst mit einem reingeht. Wenn jetzt KIs flächendeckend Tickets abgreifen... wer soll die dann kaufen, ohne zu wissen, ob sie gültig sein können.
Zuletzt geändert von MartinC am 22. Mai 2026, 08:47, insgesamt 1-mal geändert.
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MartinC
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Ungelesener Beitrag von MartinC »

PS dazu...

Wo wir darüber grade sprechen, ich erinnere mich an zwei Probleme mit dem System. 2019 war es wohl völlig geräuschlos, und es war offenkundig, daß vor La Défense faktisch *niemand* mehr Tickets verkaufte, bzw. das versucht hat. Von Schwierigkeiten hatte ich damals im Nachgang nichts mitbekommen.

2023 gab es aber zwei Vorkommnisse. Bei der Premiere in Lille gab es noch am Abend Posts, daß Leute vor Ort mit frisch gekauften Tickets Probleme hatten, weil scheinbar die akut neu generierten Codes von an der Abendkasse gekauften Tickets nicht unmittelbar an die Einlaß-Geräte gefunkt wurden. Das muß ungefähr ein Dutzend Leute betroffen haben, die kamen nach Rücksprache mit der Kasse und einem Update dann aber im zweiten Versuch rein, einer verpaßte allerdings den "Tod" der Raben und war dann (zurecht) etwas angefressen.

Der zweite Vorfall betraf leider uns hier, war das farmerprojekt? Ich bin mir nicht mehr sicher, aber am 3. und letzten Tag in Paris 2024 kam sie plötzlich nicht rein, weil ihr Ticket angeblich "weiterverkauft" wurde. Das Ticket hatte ihr eine Freundin gekauft, da sie selbst keine Kreditkarte hatte, diese beteuerte ihr aber dann, sie hätte sie nicht wieder storniert. Sie war natürlich am Boden zerstört, ich hatte danach aber nichts mehr von ihr über die Geschichte gehört oder gelesen, ob es sich nachträglich aufgeklärt hat. Das ist natürlich *sehr* traurig und unerfreulich, aber es scheint eine krasse Ausnahme gewesen zu sein, denn ansonsten gab es 2023/24 keine weiteren Berichte über ähnliche Vorgänge bei immerhin 650.000 Zuschauern.

Und das Problem an sich hat auch nichts mit dem Wiederverkauf zu tun, wenn nicht mehr die physische Karte rechtskräftig ist, sondern nur noch ein Barcode, ist man immer darauf angewiesen, daß das System am Tag X funktioniert.
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Ungelesener Beitrag von OneHitWonder »

Ich fang' mal von hinten an, zu zitieren...
HappyMax hat geschrieben: 19. Mai 2026, 02:32 Bin auch gespannt, was "der Spaß" kosten wird. Aber inzwischen bin ich der Meinung, dass man in diesem Leben mitnehmen sollte was geht.
100% d'accord. Klar, das letzte Hemd sollte nicht dabei drauf gehen. Aber so lange noch zwei im Schrank sind muss man sich einfach fragen: Ist mir das soo wichtig? Wenn die Antwort "ja" ist, sollten sich weitere Diskussionen nur um das "wie", nicht das "ob" drehen. Wir unternehmen tatsächlich eher wenig. Aber das wenige, was man sich gönnt dafür richtig. Und wenn Madame z.B. nach Paris bittet, ist das so ein Fall. 😀
HappyMax hat geschrieben: 19. Mai 2026, 02:32 Wenn ich mir die teilweise irre Anzahl von Zuschauern (90.000!)? ansehe, wage ich gar nicht zu fragen, wann man sich am besten anstellt, um vorne mit dabei zu sein.
Einfach rechtzeitig 😉. Klar, wenn es vorn Mitte sein muss ist das Zelt dein Freund. Aber gegen 15:00 solltest du auch in der Mitte noch locker in einer der einstelligen Reihen landen. Auch wenn die Versuchung groß ist, nicht zu spoilern: Es hilft, zu wissen wo die Dinge passieren, die einen interessieren. Wenn der Flügel wie bei Timeless auf der rechten Bühnenseite steht, sollte man das wissen. Viele berichten, dass man auch beim Anstellen ab 18:00 mit dem richtigen Plan noch sehr gute Plätze kriegt. Wobei du auch nur grob die Gegend planen kannst, in die du willst. Falls es mal kurz chaotisch wird, muss man halt mit den Wellen schwimmen.

Auch ein denkbarer Plan: Erster Tag sitzen und sondieren, zweiter Tag stehen.
HappyMax hat geschrieben: 19. Mai 2026, 02:32 Nachdem ich nun sechs BluRays durchgesehen habe und wäre es echt schade sie nicht noch einmal live sehen zu können.
Wir drücken die Daumen. Nicht ganz uneigennützig... 😆
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KatjaM
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Ungelesener Beitrag von KatjaM »

Genau die richtige Einstellung. Man lebt nur einmal, und wenn ein Konzert oder eine Reise einen begeistert, ist der Preis zweitrangig gegenüber der Erinnerung. Deine Strategie, am ersten Tag zu sondieren, ist brillant: So findet man die strategischen "Spots" an der Bühne. Zu wissen, wo der Künstler steht, ändert alles – besonders um tote Winkel zu vermeiden. Wenn man einmal das Live-Erlebnis hatte, nachdem man seine Blu-rays rauf und runter geschaut hat, gibt es kein Zurück mehr. Genieße die Erfahrung!
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MartinC
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Ungelesener Beitrag von MartinC »

Um auf eine weitere vorherige Frage einzugehen, ich finde die Preise von Madame... moderat! Die Produktion kostet ein komplettes Vermögen, und am Ende des Tages muß dieses jemand bezahlen, und der "jemand" sind in diesem Fall halt die Zuschauer.

Die Preise in La Défense und bei "Nevermore" waren (in Frankreich) nahezu identisch, und zwar kosteten die teuersten (*) Tribünenplätze 185€ (die billigsten in den Ecken hinten/oben 55€), die vordere Hälfte der Stehplätze im Innenraum 125€ und die hintere Hälfte 55€. Das ist, verglichen mit dem was alte Rockstars (ohne nennenswerte Bühnentechnik) in jüngerer Vergangenheit aufrufen, *sehr* im Rahmen. Bedenkt man, daß bei "Nevermore" die Produktion beispielslose 65 Millionen Euro gekostet hat, konnte man hochrechnen, daß die Ticketeinnahmen über die komplette Tour hinweg grade einmal ungefähr dieses Budget gedeckt hatten! Das heißt, im Prinzip fuhr man exakt das gleiche Modell, wie die meisten kleinen Indie-Bands auf Club-Tour: Die Eintrittspreise decken die Produktionskosten, und den eigenen Gewinn erwirtschaftet man dann erst operativ während der Tour: Merch (in Mylènes Fall ist das massiv), ein paar Sponsoren (Werbung) und die Nachverwertung mit Kinoeinnahmen, Live-Album und DVD/BR.

Das sind natürlich dann erhebliche Gewinne, aber diese werden erst bei den Konzerten und den Jahren danach erzielt, und absolut niemand wird dazu gezwungen.

Weiterhin muß man sagen, daß die Ticketpreise selbst eigentlich der geringste Teil der privaten Gesamtkosten beträgt. Was richtig reinknallt, sind die Hotels, denn wenn die Konzerte mehr als 12 Monate vorher angekündigt werden, haben die Hotels in Nähe der Spielorte alle Zeit der Welt, sich für diese Tage Mondpreise auszudenken. Will man in der Nähe der Venues absteigen, was sehr sehr sinnvoll ist, Chaos in der Nacht ist immer inklusive, dann hat man Glück, wenn man nicht deutlich mehr als den Ticketpreis pro Nacht zahlen muß.

Und dann gibt es noch die Fahrtkosten. Sind die Züge ausgelastet, werden sie brachial teuer (*darüber* regt sich komischerweise auch kein Politiker auf, im Gegensatz zu Ticketpreisen für Fußballspiele) und irgendwann bekommt man keine mehr. Ich war 2019 in La Défense auf den Konzerten 3 und 4, und wollte eine gute Woche später kurzfristig wirklich doch noch zum finalen 9. Konzert. Ein retourniertes Ticket hätte ich tatsächlich 36 Stunden vor der Show bekommen... aber keinen Zug mehr. Sämtliche ICEs/TGVs den gesamten Samstag lang von Betriebsbeginn bis Ankunft Paris 18:00 Uhr waren komplett ausgebucht, finito. :motz:

(*) PS: In La Défense gab es einmalig große Boxen/Stalls an der Hinterseite des Innenraums, die kosteten 204€. Das waren mit Abstand die beschissensten Plätze im Auditorium, weil sie fast keine Steigung hatten, um nicht die unteren Reihen der Mitteltribüne zu versperren. Dieser Sündenfall wurde 2023 in den Stadien nicht wiederholt und kommt auch hoffentlich nie wieder. Bzw. hätte man das vorher wissen können und die einfach nicht kaufen. Bzw. wußten die Leute das tatsächlich vorher, da die Kategorie "Gradins Or" deutlich vor der Kategorie "Carré Platine" ausverkauft war... :pfeif:
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Erzengel
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Ungelesener Beitrag von Erzengel »

Ergänzend darf man auch lobend sagen, dass ich bei den französischen Künstlern ganz allgemein bisher nie diesen Scheiß mit den Platintickets mitgemacht habe, wie das zuletzt auch in Deutschland bei Ticketmaster praktiziert wurde. Da werden allein durch die Nachfrage die Tickets plötzlich teilweise 3-4 mal so teuer. Ein Beispiel war die jetzt demnächst anstehende Tour von The Weeknd, wo die Tickets innerhalb von Minuten (!) von 150 € (was ja jetzt auch nicht wirklich billig ist) auf teilweise 600 € gestiegen sind oder es wurde ernsthaft gefragt, ob es okay sei, dass die beiden Sitzplätze an verschiedenen Ecken des Stadions liegen :mad: .

Indochine oder auch Orelsan, die beide in Frankreich absolute Superstars sind, und auch eine wirklich spektakuläre Show bieten, hatten ausgesprochen faire bis moderate Preise. Für Indochine habe ich 2022 im Stade des France 85€ bezahlt, zuletzt im Zenith in Strasbourg 65€, für Orelsan 60€. Und die spielen wirklich in einer Liga kommerziell in Frankreich mit Mylène (Orelsan spielt alleine 15 Auftritte im Bercy). Grönemeyer, den man vielleicht in Deutschland ein wenig vergleichen kann, beginnt bei 72 € und endet bei über 400 €, wie ich gerade mal gecheckt habe.
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03.06.23 Lille * 17.06.23 Genf * 22.07.23 Brüssel
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THomasHH
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Nevermore in Brüssel war mit €180,- Netto (+ VVK-Versicherung) meine teuerste Konzertkarte, was eigentlich nur zeigt, dass ich nicht mehr oft in größere Konzerte gehe :kicher:

Die Unterkunft habe ich zeitig gebucht, war mitten in der Stadt, der ÖPNV ist in Brüssel sehr gut - nur das Wegkommen vom Stadion war etwas chaotisch, weil die letzte U-Bahn viel zu früh fuhr.

Wenn meine Beine/Gelenke noch stabiler gewesen wären, hätte ich tatsächlich einen (Steh)-Platz vor der Bühne besser gefunden, aber so war ich recht zufrieden.
Mir fehlt der Vergleich zu anderen Stadien, aber nach meinem Empfinden war der Sound nicht so toll. :dunno: Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt.

Ich würde es jedem empfehlen, wenigstens einmal so ein Konzert von Mylène mitzumachen :wub:
Ich bin willensstark und trotzdem schwach, eigensinnig und trotzdem Team-fähig, gefühlvoll und trotzdem kühl, tolerant und trotzdem egoistisch, depressiv und trotzdem voller Lebensfreude...
© dEnTrElEsMoRtS

„Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.“
Heinrich Heine

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