Eurovision Song Contest

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Ungelesener Beitrag von imagine » 15. Mai 2016, 15:47

Ich glaube selbst mit Stefan Raab würde es aktuell kein anderes Ergebnis geben. Da habe ich zu oft den Eindruck, dass Deutschland für die Außen-Politik von Merkel und Co. abgestraft wird. Der ESC ist zwar offiziell keine politische Veranstaltung, aber vermeiden kann man's einfach nicht, dass die jeweils aktuelle irgendwo mit reinfließt. Was ich an sich sehr schade finde.

Das zeigt sich ja auch schon daran, dass es in Russland bspw. Leute gibt die fordern, dass RU 2017 nicht teilnimmt, weil der ESC in der Ukraine stattfindet :gaga:
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Ungelesener Beitrag von THomasHH » 15. Mai 2016, 22:53

Sollen die Russen ruhig wegbleiben, wenn sie nicht in die Ukraine wollen.
Oder kam der Ansatz von dritter Seite?

Mit dem Endergebnis kann ich durchaus leben, Australien hätte mir als Sieger, wenn schon einer von den drei ersten, am besten gefallen.

Meine Favoriten waren Belgien und Georgien. :)

Auf das Ergebnis für die deutschen Beiträge gebe ich nichts mehr, das ist nicht berechenbar, bzw. im Grunde ist es ja gerade doch.
Wie Stefan schon richtig schrieb, es fließt immer auch die aktuelle politische Situation mit rein, mindestens bei dem Televoting, aber wenn man sich die Jurywertungen so anschaut, auch dort.
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Ungelesener Beitrag von imagine » 15. Mai 2016, 23:59

Der russische Senator Franz Klinzewitsch sprach gegenüber russischen Nachrichtenagenturen dagegen von einer politischen Abstimmung. „Es waren nicht die ukrainische Sängerin Jamala und ihr Lied '1944', die den ESC 2016 gewonnen haben, es war ein Sieg der Politik über die Kunst“, sagte Klinzewitsch. Er brachte einen Boykott Russlands beim von der Ukraine ausgetragenen nächsten ESC-Finale ins Gespräch.

Der Vorsitzende des Außenausschusses im russischen Oberhaus, Konstantin Kotschatschew, warnte auf seiner Facebook-Seite, der Sieg beim ESC könne die prowestliche Führung der Ukraine ermutigen und den ohnehin stockenden Friedensprozess im Osten der Ukraine weiter in Mitleidenschaft ziehen. „Aus diesem Grund hat die Ukraine verloren“, erklärte er.
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... Logik.html

Ich hab das in unterschiedlicher Variante schon an anderen Stellen gelesen. ist bisher noch keine offizielle Entscheidung. Mal schauen was bei rauskommt...
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Ungelesener Beitrag von MartinC » 16. Mai 2016, 10:06

Die Nummer mit der Merkel hab ich jetzt selber gebetsmühlenartig in Dauerschleife gehört und ich glaube keinen Millimeter davon - wobei es natürlich bequem ist, sofort eine Ursache von außerhalb zu wissen, an der man selber keine Schuld trägt und somit wackeren Mutes im nächsten Jahr wieder exakt dasselbe machen kann. Oder wie Einstein mal so schön (sinngemäß) formulierte: "Eine Definition von Geisteskrankheit ist es, immer wieder dasselbe zu tun und dabei unterschiedliche Resultate zu erwarten". :egal:

Die aktuelle GroKo-Politik mag vielleicht dafür sorgen, daß wir keine Punkte aus Polen und Ungarn bekommen. Aber ich erinnere jetzt mal daran, daß der ESC den quasi-offiziellen Spitznamen "Fußballweltmeisterschaft der Homosexuellen" (darf man das eigentlich noch sagen, oder macht man sich da inzwischen strafbar?) trägt, der Kern der Zuschauer sind eine große "One World, habt Euch lieb, was sind wir nicht für wundervolle Menschen" Community, und die Masse der ESC'ler ist Stolz wie Bolle, in einem vereinten Europa zu leben, das gemeinschaftlich so großherzig ist, alle Verfolgten der Welt in Deutschland aufzunehmen... Will sagen: so lange Deutschland nicht 90% der Flüchtlinge auf die anderen Länder verteilt, was nicht geschehen ist und auch nicht geschehen wird, sehe ich keinen Grund, warum da irgendwer ausgerechnet im ESC anfangen würde und sollte, zurückzuschießen.

Als realistischere Gründe böten sich an:

1) "Gosts" ist sowas, aber auch sowas von Rhianna geklaut, daß es weh tut. Und es komme mir niemand mit "ist doch alles geklaut", natürlich - aber das andere ist gut geklaut. Entweder es wird etwas hinzugefügt, oder es wird verbessert (z.B. Rußland, das den Screen von Schweden letztes Jahr durch die hydraulischen Klötze verbessert hat - und schon wird man 3. damit). Als ich damals "Ghosts" nach "Voice" gehört hatte, dachte ich mir schon - Du meine Kacke, ist das struntzdoof geklaut, da hätte man sich wenigsten ein bißchen mehr Mühe geben können. (Sorry)

Diese Trulla aus Bonn damals, die "Euphoria" als billige Kirmes-Techno Kopie nachgejault hat... go figure!

2) Eine Konstante im ESC ist es, daß die Gewinner irgendwie authentisch wirken müssen, d.h. sie dürfen zwar etwas schräg sein, aber es muß nachvollziehbar bleiben. Als Texas Lighting damals antraten, dachte sich die Welt: "Oh Gott, was haben 5 Cowboys mit Plastik-Hüten mit Deutschland zu tun? Das soll wahrscheinlich witzisch sein...". Wenn man den Eindruck hat, daß jemand einfach nur mit der Brechstange "originell" sein will, schlägt das fast immer zurück. Und jetzt fragen wir uns mal: Was genau hat ein Girlie in Cosplay Uniform, die Rhianna mit neuem Text nachsingt, mit Deutschland zu tun?

3) Ist schon jemand aufgefallen, daß die Buchmacher Rußland, Australien und Ukraine auf den ersten drei Plätzen hatten? Und Deutschland auf dem letzten? Huch... woher wußten die das? Die wußten das gar nicht, die machen ihre Quoten nach den eingehenden Wetten, d.h. sie bekommen eine grobe Einschätzung von der Stimme des Volkes. Und dann passiert Folgendes: Die Zuschauer wissen, welche 3 ganz oben sein werden - und entscheiden sich dann unter diesen 3 (alle 26 überfordern sowieso den heutigen Menschen). Und Deutschland wird ja letzter, für die braucht man den Hörer gar nicht erst in die Hand nehmen.

4) Was also tun? Zwei Möglichkeiten:

4a) Wir haben ja alles richtig gemacht, also machen wir einfach weiter so. Und im nächsten Jahr werden wir wieder alles richtig gemacht haben. Schuld hat ja leider die Politik. Und nicht wir. Und solange Peter Urban sagt, daß wir die besten waren, sind wir auch die besten - die ausländischen TV-Zuschauer sind halt mehrheitlich bösartig, falsch, dumm, undankbar und politisch gesteuert.

4b) Man könnte natürlich auch mal einen ganz verwegenen Gedanken denken: In unserem Vorentscheid wählen wir immer jemanden, der uns gefällt, und für den sollen dann die anderen anrufen. Vielleicht sollten wir mal einen wählen (lassen), der den anderen gefällt? Machen wir doch mal einen Vorentscheid im Netz, kündigen den in den "Social Networks" bombastisch an und lassen ganz Europa abstimmen. Das erzeugt einen prima Hype, wirkt ungeheuer "demokratisch", wenn nicht sogar "europäisch", und dann wetten vielleicht später ein paar Leute drauf, so daß die Quote in den Keller rauscht, und dann wissen alle Leute: Dieses Jahr gewinnt Deutschland, oder die zwölfjährige Disco-Maus im Retro-Röckchen aus Littauen, oder die ergreifende Ballade von dem Russen, dessen Großvater im zweiten Weltkrieg im Schützengraben einen Fuß verloren hat. :twisted:
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Ungelesener Beitrag von MartinC » 16. Mai 2016, 10:45

PS: Ah... einen noch. Ich finde, daß Stefan Raab gleichermaßen über- wie unterschätzt wird. Überschätzt was das "magierhafte geniale" angeht, unterschätzt wird seine Knochenarbeit.

Der Raab hat immer eines gemacht: Er ist (selber, oder mit seinen Acts) zwei volle Wochen vor der Show quer durch alle europäischen TV-Stationen getingelt, in jedes Frühstücksfernsehen, das ihn reingelassen hat. Und dort hat er seinem Affen Zucker gegeben, sich über sich selber lustig gemacht, und immer und überall ein paar Zeilen in der Landessprache gesungen, bzw. singen lassen.

Folge davon: Die Leute kannten den deutschen Beitrag (auch ohne Halbfinale) und evtl. Schrullen wurde den Leuten erklärt - es kam ihnen dann im Finale nicht mehr als "mit der Brechstange" originell vor.

Und im Lena-Jahr ist vor allem eins passiert: Er hat im Vorfeld die TV-Moderatoren gewonnen! Von einem war bekannt, daß er sich (offenkundig) Hals über Kopf in Lena verschossen hatte, und im Finale kam es dann, wie es mußte: Bis zu Lena hatte der Moderator seinen Landsleuten nix anderes erzählt, als daß da "nachher noch das sensationelle Mädchen" aus Deutschland käme, dann ist er bei ihr ausgerastet, und für den Rest der Show hat er bei jedem Act erzählt, wieviel besser doch Deutschland gewesen war. Seine Zuschauer haben dann, völlig überraschend, für Lena gestimmt. Und in abgeschwächter Form ist das überall so gewesen - erinnert Euch mal nur an die Punktevergabe, zum Teil wurde nicht mehr das Land, sondern nur noch direkt "Lena" adressiert. Das hatte es vorher noch nie gegeben, als sich die Moderatoren bewußt neutral gehalten hatten.

Deshalb - ja - ich denke, mit Raab wäre das nicht passiert. Raab hätte die letzten drei Wochen die Sau rausgelassen, das Mädel wäre in jeder europäischen Trash-Sendung gewesen, die bei 3 nicht auf den Bäumen war, die Leute hätten sie gekannt, und das mit dem Cosplay hätten sie originell und nicht (mutmaßlich) gestrig/peinlich gefunden. Gewonnen hätte sie nicht, Top 10 wäre aber gebongt gewesen.
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Ungelesener Beitrag von imagine » 16. Mai 2016, 13:19

Ich stimme dir zu, dass es auf jeden Fall Sinn machen würden, wenn man künftig nicht nur jemanden auswählt ( egal ob durch Vorentscheid oder direkte Nominierung) sondern anschließend noch eine Pre-ESC-Promotour macht. Möglichst aber nicht nur im Ausland, sondern auch innerhalb Deutschlands; einfach um die Rückhalt des Beitrags zu erhöhen. Es ist auch jedes Jahr das Gleiche: 50% beschweren sich in irgendeiner Art und Weise, dass der Beitrag ja so schlecht ist. 25 % gefällt's und dem Rest ist es egal. Dazu gehört meines Erachtens auch, ob Song XYZ nun wie Rihanna, Beyoncé oder Irgenda Sonstawema klingt. Aber sei's drum...
MartinC hat geschrieben:2)Und jetzt fragen wir uns mal: Was genau hat ein Girlie in Cosplay Uniform, die Rhianna mit neuem Text nachsingt, mit Deutschland zu tun?
Und ein französischer Beitrag aktuell mit Österreich?
Oder Country-Pop mit den Niederlanden?

Das kann man meiner Meinung nach nicht mehr gelten lassen, weil die Kulturen weltweit dazu schon viel zu vermischt sind. Diesbezüglich stimmen ich dir aber auch zu, dass man gut daran tun würde wenn die Leute im In- und Ausland den Künstler im Vorfeld kennen lernen würden.
MartinC hat geschrieben:4a) Wir haben ja alles richtig gemacht, also machen wir einfach weiter so. Und im nächsten Jahr werden wir wieder alles richtig gemacht haben. Schuld hat ja leider die Politik. Und nicht wir. Und solange Peter Urban sagt, daß wir die besten waren, sind wir auch die besten - die ausländischen TV-Zuschauer sind halt mehrheitlich bösartig, falsch, dumm, undankbar und politisch gesteuert.
Das "wir sind die Besten" kommt bei jedem anderen Kommentator auch, ebenso wenn es um die bösen null Punkte-Länder geht, wenn es schlecht läuft. Will ehrlich gesagt nicht wissen, wie das bei den Jury-Wertungen im polnischen Fernsehen aussah. ( :pcbreak: -> in dem Fall kein PC, sondern ein TV)

:ideehab: Ich würde mal sagen, 2017 sollte ein deutsch-sprachiger Beitrag nach Kiev geschickt werden. Clueso, Grönemeyer, Helene Fischer oder Rammstein vielleicht. :pfeif:
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Ungelesener Beitrag von MartinC » 16. Mai 2016, 13:45

imagine hat geschrieben:Und ein französischer Beitrag aktuell mit Österreich?
Oder Country-Pop mit den Niederlanden?
Österreich war ein luftig leichtes Lied, unprätentiös vorgetragen, mit einer für nicht-französische Hörer ungewohnten aber hübschen Melodie (mit dieser Art Songs haben Madame und Monsieur mit Alizée sehr viel Geld verdient). Das kam gut rüber und am Ende in die Mitte des Feldes. Aber Du kannst nicht sagen, daß irgendetwas an ihrem Auftritt aufgesetzt wirkte, also würden sie versuchen, künstlich originell zu sein.

Und "Country-Pop"? Hallo, man muß nicht jeden Unfug nachreden, den Urban und Co. vorplappern... was hatte denn dieses Lied mit Country-Klischees zu tun? Nix. Und die Common Linnets sahen damals nun auch nicht aus wie Cowboys aus dem Comic-Buch. Ein Typ mit einer Desparado-Mütze und ein Frau mit ein paar Rüschen am Kleid, die eine einfache, ruhige Gitarren-Nummer spielen (zur Hälfte "Every Breath You Take" und zur Hälfte etwas eigenes. Und sie versuchen nicht, wie Sting zu klingen)



Ich bezog mich auf Texas Lightning, wo 4 Typen und eine Frau in voller Old Shatterhand Montur und mit Cowboyhüten aus Plastik herumgehampelt haben, als wäre es Fasching - so wie Boss Hoss nur ohne jeden Humor.



Oder jetzt halt diese Cosplay Nummer. Lena hatte auch einen Indie-Touch im Lied, aber sie hat sich deshalb nicht als Punk verkleidet. Hätte sie es gemacht, hätte sie wahrscheinlich nicht gewonnen.

Du wirst wohl noch nicht auf der Frankfurter Buchmesse gewesen sein, da rennen seit 10 Jahren Cosplay-Girlies rum. Vor 10 Jahren war es noch cool, vor 8 Jahren dann weniger, vor 5 Jahren war es in der Provinz angelangt, seit 3 Jahren sind die letzten paar, die immer noch aus Klein-Krotzenburg anreisen, richtig peinlich, und 2016 war eine solche jetzt beim ESC. Go figure... :pfeif:
Zuletzt geändert von MartinC am 21. Aug 2017, 10:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Ungelesener Beitrag von THomasHH » 16. Mai 2016, 14:50

Just for the record, die Common Linnets spielen Bluegrass, kein Country. ;)
(Ich weiß natürlich, dass Bluegrass zum breiten Genre der Country-Musik gehört. Man sollte IMO aber dennoch diese Unterscheidung machen).


Noch vorgestern Abend sagte ich, wie es wohl damals gelaufen wäre, hätte man sich im Vorentscheid für SCOOTER entschieden.
Max Mutzke ist stattdessen hingeschickt wurde, der ja relativ gut abschnitt (Platz 10?).



Martins Beiträge haben zwar eine gewisse Schärfe, aber sie haben auch Hand und Fuß.


Meiner Meinung tust Du aber Jamie-Lee etwas unrecht, denn es handelt sich hier nicht um Cosplay, sondern um "decora kei":
http://www.deutschlandradiokultur.de/eu ... _id=353763
Das Audio-File abspielen.
Problem: Wenn es nicht erklärt wird, sind derartige eher abfällige Meinungen programmiert.
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Ungelesener Beitrag von MartinC » 16. Mai 2016, 15:42

THomasHH hat geschrieben:Just for the record, die Common Linnets spielen Bluegrass, kein Country. ;)
(Ich weiß natürlich, dass Bluegrass zum breiten Genre der Country-Musik gehört. Man sollte IMO aber dennoch diese Unterscheidung machen).
Ja ja... aber im Rahmen des ESC forcieren sich ein paar Generalisierungen ganz zwangsläufig... :kicher:
THomasHH hat geschrieben:Martins Beiträge haben zwar eine gewisse Schärfe, aber
No offence intended... ich würde es auch eher als "Leidenschaft" definieren. Wem es nicht egal ist, wie wir abschneiden (denn sonst wäre es ja eh wurscht), der sollte sich als Land auch an die eigene Nase fassen, wenn es schief geht, und nicht immer nur die "keiner hat uns lieb" Karte ziehen. Und als Texas Lightning abgekackt sind, lag es damals ja auch wieder an... (ratet mal, was damals gesagt wurde?) Richtig: Der Politik. Deutschland wäre in dem Jahr grade unbeliebt gewesen (ich glaube, wegen der Bankenkrise?)

Und einen Wettbewerb, der einmal von Serge Gainsbourg (als Komponist) und einmal von Sandie Shaw (als Sängerin) gewonnen wurde, sollte man nicht leichtfertig verwerfen und pauschal für alle Zeiten ignorieren.
THomasHH hat geschrieben:Meiner Meinung tust Du aber Jamie-Lee etwas unrecht, denn es handelt sich hier nicht um Cosplay sondern um "decora kei":
Ja Ja... und in Holland werden alle Arten von Musik gespielt, Country und Western... :smoke:
THomasHH hat geschrieben:Problem: Wenn es nicht erklärt wird, sind derartige eher abfällige Meinungen programmiert.
Ich denke, der entscheidende Punkt ist, daß jede Schrulle wenigstens entweder etwas mit dem Lied, oder mit der eigenen Kultur zu tun haben muß, um nicht als aufgesetzter Gimmick zu wirken, und das war hier nicht der Fall. Und je krasser die Schrulle ist, umso zwingender muß die Verbindung sein, sonst geht es umso schneller in die Hose.
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Ungelesener Beitrag von imagine » 16. Mai 2016, 17:40

Und "Country-Pop"? Hallo, man muß nicht jeden Unfug nachreden, den Urban und Co. vorplappern... was hatte denn dieses Lied mit Country-Klischees zu tun? Nix. Und die Common Linnets sahen damals nun auch nicht aus wie Cowboys aus dem Comic-Buch. Ein Typ mit einer Desparado-Mütze und ein Frau mit ein paar Rüschen am Kleid, die eine einfache, ruhige Gitarren-Nummer spielen (zur Hälfte "Every Breath You Take" und zur Hälfte etwas eigenes. Und sie versuchen nicht, wie Sting zu klingen)
War nicht nachgeplappert. Wenn das Urban (dessen Kommentare mir dieses Jahr übrigens fast durchweg ziemlich auf den Geist gegangen sind :nailfile: ) mal gesagt hat, dann ist das Zufall. Ich mag bspw. The Common Linnets sehr. Sry für den "Country-Pop", besser wäre Country-Musik in jeglichen Variaten und Untervarianten gewesen.

Ich fand/ finde, dass die Art und Weise wie sich Jemie-Lee präsentiert hat, halt nicht aufgesetzt wirkte. Sie interessiert sich dafür und mag den Style. Wir bewerten das an der Stelle ziemlich unterschiedlich. Klar es ist auf dem Rahmen gefallen und hat nichts mit der deutschen Kultur zu tun, aber was solls.

Sie kommt übrigens wie Lena aus Hannover, ist als kein "Manga-geiles Kleinstadt-Kiddie". ( sry für den :roll: )
MartinC hat geschrieben:Und als Texas Lightning abgekackt sind, lag es damals ja auch wieder an... (ratet mal, was damals gesagt wurde?) Richtig: Der Politik. Deutschland wäre in dem Jahr grade unbeliebt gewesen (ich glaube, wegen der Bankenkrise?)
Nein, die haben damals abgekackt weil die Deutschen Beiträge nicht ernst genommen wurden. :kicher: Sollen 2017 The BossHoss zum ESC gehen, mal schauen ob das klappt. :ideehab:

---

Abgesehen von der wahren Ursache für das schlechte Abschneiden, die vermutlich irgendwie in der Mitte zwischen "gefällt mir nicht", "Deutschland kann mich mal" und "was soll denn der Sch...", sind wir uns ja glaube ich alle einig, dass es irgendeine Änderung geben muss :)
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