The Musical Box

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MartinC
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Ungelesener Beitrag von MartinC » 21. Okt 2014, 12:22

Halley!

Wir sind (nach einer streikbedingt rumpeligen Zugfahrt am Samstag) aus Paris zurück, und ich denke, das ist jetzt eine Gelegenheit, auch hier einmal über ein Projekt zu schreiben, in das ich seit inzwischen 13 Jahren sehr eng involviert bin. Ein paarmal ist ja schon das Stichwort "The Musical Box" bzw. "TMB" gefallen, und hier kommt jetzt die Geschichte dazu...

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Ich hatte vor zwei Jahren in Jennys Forum schon einmal darüber erzählt, bzw. eine Geschichte mit dem Titel "Von Wölfen und Lämmern", in der ich über eine Reihe von beinahe gespenstischen Paralleln zwischen dem Film "Giorgino" und der "The Lamb lies down on Broadway" Tour von Genesis aus den Jahren 1974/75 schrieb. Das ist inzwischen im digitalen Nirvana verschwunden (und dummerweise hab ich selbst keine Kopie der Endversion mehr, aber Genesis haben ihren Kram ja auch nie richtig dokumentiert...).

Nun sind TMB noch einmal mit der (früheren) Produktion "Selling England by the Pound" in Europa, die sie seit 2007 nicht mehr gespielt haben und die jetzt noch einmal heftig überarbeitet und authentischer als jemals zuvor aufgeführt wird.

Nun... "was soll das Ganze, und warum macht er so ein Aufhebens drum"... :gruebel:

Peter Gabriel war 1967 bis 1975 Sänger und kreativer Kopf der englischen Band Genesis, die sich nach seinem Ausstieg (und mit Phil Collins als neuem Sänger) dann über die Jahre stetig in eine erfolgreiche kommerzielle Popband verwandelte. Während Gabriels Zeit spielten Genesis aber noch bizarres und groteskes Musiktheater mit aberwitzigen literarischen, historischen und metaphysischen Bezügen.

Als ich um 2004 herum anfing, Farmer zu "kapieren" (zuvor hatte ich sie 20 Jahre lang zwar "gekannt", aber ignoriert) verblüffte es mich, wie sehr mich ihre künstlerischen Ansätze an den ganz jungen Gabriel erinnerten. Musikalisch/stilistisch zwei Welten, aber beide jonglierten virtuos mit literarischen Motiven, doppelten Böden, phonetischen Lautmalereien, und beide schufen eine "Distanz" zwischen sich und dem Publikum. Gabriel lief in wilden Masken und Kostümen über die Bühne, wie ein mittelalterlicher Jester, und irritierte und verstörte sein Publikum, das sich nie ganz sicher sein konnte, was und wann er ernst meint und wann er einem eine lange Nase dreht. Das geschah in einem ganz anderen Stil (mit viel mehr Humor, Satire und Sarkasmus), das Grundprinzip, sein Publikum zu verwirren und mit Rätseln zu verunsichern, hat aber große Ähnlichkeit.

Die größte Parallele betrifft aber den grundlegenden visuellen Ansatz und ist etwas, das ich gerne "kontrapunktische Bildsprache" nenne. Rockshows zerfallen zumeist in nur zwei Kategorien: "Illustration" und "Ablenkung". Im ersten Fall werden einfach Bilder aus den Liedern dargestellt - Kate Bush machte das 1979 in Perfektion und Peter Gabriel nach dem Ausstieg bei Genesis auf seinen späteren Solo-Touren ebenso. "Ablenkung" sind dann all diese Laser-Shows und Lichtgewitter, die im Grunde überhaupt nichts mit der Musik zu tun haben, sondern die Zuschauer einfach dort unterhalten, wo es die Musik allein nicht mehr täte...

Was Gabriel aber zwischen 1972-1975 machte, ist etwas ganz anderes: Die Musik von Genesis war voller Rätsel, und die waren überall verstreut: in den Texten, als Prosa auf den LP-Innenhüllen, auf den LP-Covern, in seinen bizarren Ansagen, in seinen Masken und Kostümen und in den Dias, die bei den Konzerten als Backdrop zu sehen waren. Jeder Puzzlestein für sich schien oft einfach nur kryptisch, unverständlich und zusammenhanglos. Aber alles zusammen... und es macht plötzlich "Peng". Genau das meine ich mit "Kontrapunkt", die visuellen Elemente illustrieren nicht den Texten hinterher, sondern jedes Element hat zunächst sein Eigenleben, und erst wenn man die Linien zusammenfügt, lösen sich die Rätsel plötzlich auf.

Nun... kommt Euch das irgendwie bekannt vor? Ein Text, den man nicht/kaum versteht. Eine Musik, die kaum dazu paßt. Ein Video, das scheinbar nix mit dem Lied zu tun hat. Ein Bühnenbild, das nochmal andere Bilder malt. Und dann alles zusammen und plötzlich... Peng? Ich kenne bei allen ihren Unterschieden keine anderen KünstlerInnen als den (jungen) Gabriel und (ihr Leben lang) Farmer, die dieses hochkomplexe Spiel so virtuos und konsequent beherrsch(t)en.

Und noch etwas: Genesis (damals) und Farmer (heute) beauftragten keine Special-Effects Firmen, "irgendeine" Lightshow zu machen, mit dem Kram, der sowieso grade auf dem Markt verfügbar ist, sondern sie erschufen ihre Bilder "im Kopf" - und holten sich dann die Künstler und Techniker, die ihnen zu ihren "Bildern" die Apparaturen bauten, um sie zu erzeugen.

Die frühen Konzerte von Genesis wurden niemals authentisch gefilmt, es existiert fragmentarische Footage von europäischen Fernsehsendern, einige Amateur 8mm Filme, und - das qualitativ beste Dokument - ein Film mit Material der "Selling England" Tour, das im Filmstudio in Shepperton bei London gefilmt und künstlich mit Playback-Publikum versehen wurde. Der oft kopierte (aber erst kürzlich auch legal veröffentlichte) Film hat bei vielen den Eindruck erweckt, das "echte" Konzert zu zeigen, tatsächlich sind es aber unter Studiobedingungen visuell stark reduzierte Aufnahmen, die nur die kameratauglichen Elemente zeigen. Und Genesis selbst verwarfen ihn, da er eben *nicht* wirklich das Konzert zeigte.

Hier ist ein Ausschnitt von diesem Film:



Und nun zu meiner Geschichte... Eigentlich hatte ich mit Genesis nicht viel am Hut, meine Wurzeln liegen einmal in den Sixties und schließlich im Post-Punk Underground der späten 70er. Den frühen Solo-Gabriel fand ich damals interessant, Genesis kannte ich aber schon nur noch aus der Retrospektive, und dann verlor ich beide Ende der 80er für viele Jahre aus den Augen.

Anfang 2001 lernte ich einen Verrückten aus Kanada kennen, Serge Morissette aus Montreal, der sein Leben lang von den Bühnenshows der frühen Genesis besessen ist. Serge wurde Regisseur und Mitbegründer von "The Musical Box" und begann Anfang der 90er, die alten Bühnenshows in jedem noch so kleinen Detail zu rekonstruieren - zunächst die "Selling England by the Pound" Tour von 1973/74, später auch die frühere "Foxtrot" Tour von 1973 und schließlich die titanische Aufgabe von "The Lamb lies down on Broadway" 1974/75.

Auch wenn es technisch natürlich der Fall ist, wäre es irreführend, TMB nur als Cover- oder Tribute-Band zu bezeichnen, denn es ist eine kompromißlos exakte Rekonstruktion der historischen Konzerte, vergleichbar etwa mit dem Globe-Theatre in London, wo Shakespeare exakt wie im Original vor 400 Jahren aufgeführt wird, damit die Zuschauer authentisch erleben können, wie es genau gewirkt haben muß, als die Stücke zum ersten Mal gespielt wurden.

In einer jahrelangen unvorstellbaren Detektiv- und Archäologiearbeit wurden die historischen Musik-Instrumente besorgt, zum Teil mußten einige sogar nachgebaut werden, weil Genesis individuelle Einzelanfertigungen hatten. Die bizarren Theaterkostüme und Masken von Gabriel (die Originale sind heute verschollen) wurden akribisch nachgefertigt, die Kulissen und Bühnenaufbauten auf jede Schraube und jeden Nagel präzise nachgebaut und seit Jahrzehnten verschollene und vergessene Geräte wiederbeschafft. Von einem speziellen Flammenprojektor aus Italien z.B. existieren heute auf der ganzen Welt nur noch zwei funktionierende Exemplare, und TMB haben beide Originale als Dauerleihgabe aus einem Theatermuseum.

Da die exakte Wiederaufführung dieser Konzerte als "Choreographie" wie eine Theaterinszenierung geschützt ist, benötigen TMB die Aufführungsrechte von Genesis & Peter Gabriel und arbeiten eng mit ihnen zusammen - so hatten TMB zum Beispiel Zugriff auf die Mehrspur-Masterbänder der alten LPs, um die Partituren (die damals natürlich nie aufgeschrieben wurden) exakt zu transkripieren, und sie bekamen die vollständigen Originaldias, die Genesis damals zur Lightshow einsetzten. Viele davon, vor allem die 1100 "Lamb" Dias, retteten sie so für die Nachwelt, dank einem alten Roadie, der noch wußte, wo man sie auffinden konnte. Und sie stöberten weltweit alle weiteren noch lebenden Künstler, Techniker und Crewmitglieder auf, um zerstörte oder verschollene Geräte, die für Genesis gebaut wurden, anhand der alten Pläne und Blaupausen noch einmal exakt nachbauen zu können.

Auf der ersten TMB Tour in Europa brachte Peter Gabriel 2002 seine beiden Töchter mit auf das Konzert in Bristol, um ihnen zu zeigen, was ihr Vater damals gemacht hatte... und Melanie Gabriel bekannte hinterher offen, daß sie - trotz aller Fotos und Filmfragmente - erst dort wirklich realisierte, wie "weird" und außergewöhnlich ihr Vater wirklich gewesen war, als sie selbst noch gar nicht geboren war... und Phil Collins, der "Lamb" ein Leben lang geringschätzte, sah das Konzert (zum ersten Mal in seinem Leben aus Publikumsperspektive) mit seiner Frau und seiner Tochter 2005 in Genf, kam für die Zugabe selbst ans Schlagzeug und änderte in dieser Nacht seine Einstellung zu dem Werk fundamental, nämlich als ein geniales visuelles Werk dieser Ära, auf das er als Mit-Erschaffer seitdem Stolz ist.

Nun spielen TMB also, nach 7 Jahren, noch einmal "Selling England by the Pound" in Deutschland, die exakte Rekonstruktion der Konzerte, die Genesis (in Deutschland im September 1973 und Januar 1974) gespielt hatten.

Ich bin natürlich, als langjähriger Mitarbeiter, so befangen wie man nur befangen sein kann, aber das "Selling England" Konzert im Olympia vorgestern hat mich nach all den Jahren wieder so geflasht wie mein erstes in der Royal Albert Hall 2002 - und daß da wohl inzwischen roundabout eine dreistellige Zahl dazwischen war, tut dem keinen Abbruch. Die visuelle Wirkung in Verbindung mit der Musik auf allen Originalinstrumenten und -Maschinen ist eine Urgewalt und die TMB Konzerte eine tiefe Verbeugung vor den Genies, die das vor 40 Jahren geschrieben, konstruiert und aufgeführt haben. Deshalb kann ich es nur über den Klee loben, nicht weil ich Teil des Projekts bin, sondern weil ich überhaupt erst Teil des Projekts geworden bin, *weil* es so genial ist...

Inzwischen haben wir sogar einen kleinen "Kulturaustausch", drei Leute aus dem inneren TMB Kreis hab ich inzwischen mit Farmer angefixt (zwei haben sie sogar 2013 live gesehen), umgekehrt war unser Bercy hier vor zwei Jahren bei "Lamb" und kommt jetzt wieder zu "Selling" nach Frankfurt. Und Erzengel kennt sie wohl auch...

Ich fürchte, Thomas werde ich nicht überreden können, nach Bremen zu fahren... Hamburg wird diesmal leider nicht gespielt, sonst waren TMB immer im CCH. Ich bin auch leider selbst nicht mit in Bremen, sonst hätte ich vorher schon den Versuch unternommen, Dich mit allen Mitteln hinzulocken... :ideehab:



Das sind die Termine, die von Deutschland aus erreichbar wären, bis auf Basel ist alles mit Theaterbestuhlung.

23.10.14 Strasbourg - Palais de Congres
24.10.14 Amneville - Galaxie
30.10.14 Stuttgart - Liederhalle (Hegelsaal)
31.10.14 Bremen - Glocke Theater
01.11.14 Frankfurt - Jahrhunderthalle
07.11.14 Chemnitz - Stadthalle
08.11.14 Essen - Grugahalle
23.11.14 Basel - Z7 (unbestuhlt)

Ich bin selbst in Strasbourg, Amneville, Stuttgart, Frankfurt, Essen und eventuell dann noch in Basel. Falls jemand zu einem dieser Termine fahren sollte, gebt mir bitte per PM Bescheid, daß man sich dort sehen kann...

Tickets gibt es bei den jeweiligen großen Landessystemen, für die deutschen Termine gibt es auch hübsche nostalgische Hardtickets direkt beim Veranstalter

Cheers,
MartinC
Zuletzt geändert von MartinC am 21. Aug 2017, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: The Musical Box

Ungelesener Beitrag von THomasHH » 21. Okt 2014, 14:26

Hochinteressant!

Danke, Martin, für diesen spannenden Beitrag.
MartinC hat geschrieben:Ich fürchte, Thomas werde ich nicht überreden können, nach Bremen zu fahren...
Was soll das denn heißen? Nur weil es die verbotene Stadt ist. :D
Ich bin ja kein HSV-Fan, im Gegenteil. Mein Verein ist Grün-Weiß. ;)
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Ich habe mal eben geschaut, preislich ist das ja sehr zivil (um die 50-60 Euro).
Wenn es in Bremem nicht auf einem Freitag fiele, dann könntest Durecht haben. So aber schau ich mal, dass ich doch dorthin fahre.

Wie lang geht denn so eine Aufführung?
Ich frage wegen der nötigen Rückfahrt, da der letzte Metronom nicht allzu spät fährt.
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Re: The Musical Box

Ungelesener Beitrag von MartinC » 21. Okt 2014, 15:17

THomasHH hat geschrieben:Was soll das denn heißen? Nur weil es die verbotene Stadt ist. :D
Da dachte ich ehrlich gesagt gar nicht dran (Fußball ist bei mir ein blinder Fleck) ;)

Ich meinte, daß man für eine Show, die einem lediglich in einem Forum empfohlen wurde, dann auch noch spontan eine kleinere Städtereise macht, ist nicht selbstverständlich - da wäre es eleganter gewesen, wenn es wieder im CCH und damit für Dich zuhause gewesen wäre. Dafür soll die "Glocke" wunderschön sein und eine exzellente Akkustik haben, was für das CCH wiederum weniger zutrifft...
THomasHH hat geschrieben:Ich habe mal eben geschaut, preislich ist das ja sehr zivil (um die 50-60 Euro).
Es freut mich, daß Du das so siehst, denn auch das ist nicht selbstverständlich. Die Mehrzahl denkt und sagt (erstmal, und zunächst ja auch verständlich), daß das deutlich zu teuer "nur" für eine Coverband ist. Aber die Crux ist ja grade eben, daß die Rekonstruktion 1:1 ist, speziell auch von der Größe. Damit müssen TMB prinzipiell in den selben bzw. gleichgroßen Hallen und Theatern spielen, wie Genesis damals, weil sonst die Bühne gar nicht reinpaßt. Weiterhin haben sie die gleiche Zahl und Größe an Crew und Equipment wie damals, nur daß es damals "moderne" Geräte waren, die man notfalls auch austauschen konnte, während TMB ein einzigartiges Technologie-Museum auf der Bühne stehen haben, das pausenlos gewartet und repariert werden muß. Um dafür ein Beispiel zu nennen: Am Mischpult steht u.A. ein analoges Echo mit Tape-Schleife, das exakte Model, das Genesis 1973 hatten. Und jetzt im Olympia ist am ersten Abend mitten in der Show das Band gerissen, und die Techniker mußten es im Dunkeln in Sekunden tauschen... ohne daß das Publikum etwas merkt. :pfeif:
THomasHH hat geschrieben:Wie lang geht denn so eine Aufführung?
Ich frage wegen der nötigen Rückfahrt, da der letzte Metronom nicht allzu spät fährt.
Sie spielen die vollständige längste Setlist der Tour von 73/74, Genesis hatten da tageweise auch manchmal etwas abgekürzt, es dauert knapp über 2 Stunden, und üblicherweise fängt es sehr pünktlich an, es sollte also bis 22:15 fertig sein.

Um es nochmal genau zu sagen - gespielt wird nicht das Album "Selling England" (oder ein eigener Mix), sondern das exakte damalige Konzert dazu, also ein größerer Teil des damals gerade erschienen Albums plus ein paar ältere Stücke. Die genaue Setlist steck ich mal in den Spoiler-Knopf:

Watcher Of The Skies
Dancing With The Moonlit Knight
The Cinema Show
I Know What I Like (In Your Wardrobe)
Firth Of Fifth
The Musical Box
Horizons
The Battle Of Epping Forest
Supper's Ready
---
The Knife

Noch ein Tip - wenn Du fährst, dann gönne Dir die besten Karten, aber lieber etwas mittiger und weiter hinten, als weiter vorne und außen. Je mittiger um so besser für die Wirkung.

Es freut mich sehr, daß Dich die Show reizt und Du vielleicht kommst - ich denke (und hoffe), daß es Dir gefallen wird. Schade wie gesagt, daß ich nicht dazu kommen kann, aber wir müssen zwischen Stuttgart und Frankfurt nochmal zurück.
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Re: The Musical Box

Ungelesener Beitrag von Erzengel » 21. Okt 2014, 17:41

@ThomasHH

Ich habe The Musical Box in der Vergangenheit auch schon 11x gesehen. Seltener als Martin :kicher: , aber ich war jedes Mal von neuem begeistert. Ich habe am Wochenende leider Dienst, sonst wäre ich sicher nach Amnéville gefahren. Die "Selling Tour" hat mich musikalisch immer am meisten begeistert, auch wenn die "Lamb" Shows natürlich visuell noch mehr zu bieten haben.
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Re: The Musical Box

Ungelesener Beitrag von THomasHH » 22. Okt 2014, 09:48

Ich muss das heute Abend mal eruieren, gestern hatte ich keine Zeit dafür.
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Re: The Musical Box

Ungelesener Beitrag von farmerprojekt » 22. Okt 2014, 11:04

Würde mich selbst sehr interessieren, das mal anzusehen, ich weiß noch wie du das damals bei Jenny geschrieben hattest. Erreichbar wäre für mich Stuttgart oder Frankfurt, dummerweise muss ich an den Tagen jedes mal arbeiten. In welchen Abständen treten, nach dieser Tour TMB, auf? Weiß man da schon was?
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Re: The Musical Box

Ungelesener Beitrag von MartinC » 22. Okt 2014, 14:07

farmerprojekt hat geschrieben:Würde mich selbst sehr interessieren, das mal anzusehen, ich weiß noch wie du das damals bei Jenny geschrieben hattest. Erreichbar wäre für mich Stuttgart oder Frankfurt, dummerweise muss ich an den Tagen jedes mal arbeiten. In welchen Abständen treten, nach dieser Tour TMB, auf? Weiß man da schon was?
Um den alten Konfuze zu zitieren... Prognosen sind vor allem dann schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen. :kicher:

Die Kanadier entscheiden relativ kurz und konzentrieren sich jeweils auf die unmittelbaren Herausforderungen, im Gegensatz zur europäischen Mentalität, wo wir ja gerne lange planen und möglichst weit vorausschauen. Deshalb weiß ich da selbst zur Zeit noch absolut nichts Konkretes und kann auch nur aus dem Bauch sagen, was ich für wahrscheinlich halte.

Wir hatten im Herbst 2007 eine große Abschiedstour von Denis (dem Sänger), der nach 15 Jahren "Gabriel" auf der Bühne eine Schauspielkarriere beim Film begann und an einen neuen Sänger übergeben wollte, der Phil Collins darstellen sollte. Das war von uns aus kein Promotion-Gimmick, sondern wir haben uns selbst tränenreich von ihm verabschiedet. Bis dann im Jahr drauf krankheitsbedingt der Mann zur Unzeit ausfiel und Denis, um das Projekt zu retten, zurückkam und sich in 8 Wochen stimmlich und mimisch in Phil Collins verwandelte... Seitdem ist eigentlich jede Tour eine Art Zugabe, und auch wenn wir nichts mehr als Abschiedstour annoncieren werden, gibt es keine feste Garantie, ob und mit welchem Programm sie nochmal nach Europa kommen.

Ich kann mir unter keinen Umständen vorstellen, daß sie noch einmal "Lamb" spielen werden, das ist einfach technisch zu aufwendig und rechtlich zu schwierig (man müßte erneut den Vertrag mit Peter Gabriel verlängern, der die Aufführungsrechte von "Lamb" persönlich hält und wie seinen Augapfel hütet), und da die Show düsterer und schwieriger ist, ist sie auch beim Publikum spürbar weniger erfolgreich.

Auf der anderen Seite läuft die Tour grade sehr gut, das Olympia in Paris war ausverkauft, in Deutschland sind Frankfurt, Stuttgart und Essen sehr gut belegt und die Band spielt mit extremer Freude und Energie. Ich denke also schon, daß es 2015 eine weitere "Selling" Tour in Europa geben könnte, aber eine Garantie dafür natürlich nicht. Januar bis März werden sie erstmal in den USA touren, für die Zeit danach muß man sehen.

Übrigens, der Vorverkauf für Strasbourg und Amneville ist sehr überschaubar (das macht ein französischer Veranstalter, zu dem wir selbst gar keinen direkten Kontakt haben), wer dort kurzfristig hinfährt, bekäme also noch sehr gute Karten, sogar an der Abendkasse.

Was also Deine Frage angeht - wenn Du es doch nach Stuttgart oder Frankfurt schaffst, solltest Du es vielleicht mal überlegen. Frankfurt ist die dramatisch bessere Halle, dafür gibt es in Stuttgart noch etwas bessere Tickets. Ansonsten hoffe ich ja selber, sie nächstes Jahr nochmal zu sehen.
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Re: The Musical Box

Ungelesener Beitrag von MartinC » 23. Okt 2014, 10:58

Ich bin dann mal Richtung Strasbourg auf dem Weg, morgen früh nur ganz kurz zurück/am Rechner und dann sofort weiter nach Amneville. Für den unwahrscheinlichen Fall, daß jemand ganz kurzentschlossen kommt, fragt am Merch nach mir... :idea:
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Re: The Musical Box

Ungelesener Beitrag von THomasHH » 24. Okt 2014, 09:39

Leider musste ich nun doch auf einen Bremen-Besuch verzichten. :(

Ich hoffe, es ergibt sich ein andermal die Gelegenheit The Musical Box zu sehen.
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Re: The Musical Box

Ungelesener Beitrag von MartinC » 26. Okt 2014, 17:38

Schade (Thomas), daß es nicht geklappt hat. Ich hab in Strasbourg lange mit Serge gesprochen, bevor er zurück nach Kanada mußte. Er meint, daß sie durchaus vorhaben, nächstes Jahr noch einmal mit "Selling England" und evtl. einigen eingestreuten "Foxtrot" Konzerten in Europa zu touren. Wenn möglich dann auch wieder in England, was diesmal nicht ging. Und sofern sie überhaupt nach Europa kommen, sollte dann eigentlich auch immer Deutschland dabei sein. Aber ewig wird es mit Sicherheit nicht weitergehen - so gesehen sollte man es auch dieses Jahr nutzen, wenn man es sehen will und es irgendwie einrichten kann...

Strasbourg und Amneville war zwar (vom Konzert) jeweils prima, der Verkauf aber wie schon gesagt leider sehr überschaubar, was dann das volle Haus in Paris natürlich wieder in der Schlußrechnung relativiert. Ich fürchte nächstes Jahr würden sie dann in Frankreich nur noch Paris spielen (können).

In Amneville hab ich eine nette Entdeckung an der Seite vom Foyer gemacht, da sind ein paar Autogramme an der Wand. Relativ dicht nebeneinander zunächst Genesis (ohne Anthony Drennan) von der "Calling all Stations" Tour:

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Daneben groß und mit Cartoon von Phil Collins:

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Und schließlich oben drüber und etwas versteckt Peter Gabriel (und nochmal drüber Sting):

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Fehlt also nur noch Steve Hackett... :kicher:

Mal schauen, wie die deutschen Termine ab nächstem Wochenende werden. Frankfurt ist (wenn man mal die Royal Albert Hall ausnimmt, das ist eine Klasse für sich) die schönste Halle in Europa - wunderbarer Klang, und dann bekommen wir sie als einzige Halle überhaupt völlig dunkel. :wub:
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