[Sängerin] Kate Bush - Before the Dawn

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MartinC
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Re: Kate Bush tritt wieder live auf

Ungelesener Beitrag von MartinC » 29. Sep 2014, 10:37

Da es jetzt nur noch 2 Konzerte am Dienstag und Mittwoch gibt und alle mir bekannten Foren-Leser (mit Tickets) zurück sind, verzichte ich mal auf den Spoiler Knopf. Falls also noch ein Lurker mitliest, der diese Woche in London sein wird, dann bitte ich für den Moment um einfaches Weiterklicken...

Ich hab dieses Wochenende einen längeren Bericht für den hausinternen eigenen Zirkel niedergeschrieben, von dem ich (wie versprochen) die Passagen über "Before the Dawn" hier poste. Ist, in dieser Form, nicht als Artikel gedacht, sondern eher als Memo in eigener Sache - in kondensierter Form wird dann noch später ein kompakterer richtiger Artikel daraus werden.

*******************************************************

Kate Bush - "Before the Dawn" (London Hammersmith Apollo 2014)

Act I "The Goddess of Kent"

"Before the Dawn" zerfällt in drei Teile und beginnt als "Konzert"... die Band steht hinten in einem Streifen quer über die Bühne und ist eher ein Orchester als eine Rockband, zwei Keyboarder mit umfangreicher Hardware außen, zwei Schlagzeuger innen, haufenweise Leute mit Gitarren dazwischen. Davor eine große freie Fläche, auf die Kate Bush mit Backing-SängerInnen ohne große Theatralik einzieht und zu spielen beginnt - und es wäre auch keine gesonderte Theatralik notwendig gewesen, denn die Emotionen sind kaum in den Griff zu bekommen. Bush ist eine nationale Ikone und tiefer in die englische Seele verwurzelt als irgend eine vergleichbare Künstlerin je in Deutschland. Sandy Denny, Kirsty MacColl und Kate Bush, als einzige der drei noch am Leben.

Das Apollo faßt 3650 Zuschauer, die auf einen Schlag vom Stuhl aufspringen, und Bush könnte das Telefonbuch von London singen, es wäre ihnen egal (wobei sie auf dem "Aerial"-Album tatsächlich einmal anfängt, die Nachkommastellen der Zahl Pi zu singen :-). Es gibt ein Maß an kollektiver psychischer Energie, das gebündelt Materie zum Fliegen bringt, das weiß ich selber seit September 2009, und dieses Energiefeld tritt wieder in Kraft. Bush hat eine phänomenal starke Stimme, eine satte Oktave tiefer als vor 30 Jahren, in den leisen Passagen oft brüchig (aber tonsicher), in den lauten Passagen mit unerwarteter Dynamik und Intensität. Sie ist sichtlich gealtert, aber auch das ist so Wurst, wie nur irgend etwas Wurst sein kann. Die verloren geglaubte Göttin aus Kent steht aus Fleisch und Blut auf der Bühne, tanzt wie ein Derwisch im Kreis und singt ein Mini-Set, das man mit etwas Wohlwollen als ein Best-Of der mittleren Jahre bezeichnen könnte, auch wenn mit "Running Up The Hill" grade mal nur ein einziger Top-10 Hit dabei war. Die Lightshow ist hübsch bunt, das Bühnendekor ist spartanisch - ein paar LED Screens, die wie große Blätter an langen Ästen im Hintergrund hängen und munter flickern und blinken.

Ein Premierenzuschauer nannte es in der BBC "some kind of Vegas show" und lag damit gar nicht so falsch, nur daß es wie erwähnt niemanden kümmerte, jedenfalls nicht in den knapp 40 Minuten, die es dauerte. Es war das "Konzert", auf das viele (wenn nicht fast alle) Jahrzehnte gewartet hatten. Zum Applaudieren, zum glückseligen Spaßhaben, um selbst als Zuschauer zu verarbeiten, die Frau auf der Bühne zu erleben, die sich in drei Jahrzehnten in eine unwirklichen Ikone verwandelt hatte. Die Band spielt gut, nach 3-4 Nummern fängt man an, David Rhodes herauszuhören - während die anderen souverän, aber konventionell bleiben, drückt Rhodes seine Soundscapes nach oben, die schon einen großen Teil von Peter Gabriels "UP" und der Tour dazu geprägt haben (viel mehr als z.B. Tony Levin, auch wenn der mehr Applaus dafür bekam).

Und grade, als man vielleicht begann, eine gewisse Routine im Sound und Bushs Gesang und Bühnenpräsenz zu bemerken, spielen sie "King Of The Mountain", die Single von Bushs Comeback-Album "Aerial", und David Rhodes tritt nach vorne, tanzt mit der Gitarre auf der Bühne ein Duett mit Bush, und die Band fängt an, ihr Gerüst etwas zu verlassen und ausgelassen zu jammen. Für ein paar Sekunden denkt man, *jetzt* fängt das Konzert richtig an.

Und dann, mitten im Jam ohne Vorwarnung, von einer Sekunde zur anderen, läuft ein Mann mit einer Art Sack an einer Schnur auf die Bühne, und das Konzert endet - und zwar mit einem Knall.

Er schwingt den Sack an der Schnur herum, mit einem pfeifenden Geräusch (wie einige Aborigines über Distanzen kommunizieren), die Musik bricht ab, hunderttausend Konfetti-Fetzen explodieren aus den Bühnenseiten heraus und ergießen sich quer über die Zuschauer im Saal, das Licht geht aus, und ein furchterregender psychotischer Albtraum beginnt. Das "Konzert" ist zu Ende...

Act II "The 9th Wave"

"The 9th Wave" war 1985 ein Liederzyklus, der in 26 Minuten die komplette zweite Seite der Vinyl-LP vom "Hounds of Love"-Album bildete, der Name stammt von einem Bild des russischen Malers Ivan Aivazovsky aus dem Jahr 1850. Der Zyklus erzählte in sieben einzelnen, aber ineinander übergehenden Liedern die Geschichte eines Menschen, der mitten auf dem Ozean über Bord geht und nachts im eiskalten Wasser auf den Tod wartet - an ein Stück Holz geklammert und sein Leben zurückerinnernd, wissend, die Morgendämmerung wohl nicht mehr lebend sehen zu können.

Die visuelle Umsetzung ist an Radikalität nicht zu überbieten, die folgenden 50 Minuten sind perfektes, kompromißloses Illusionstheater mit unvorstellbarem technischem Aufwand und HiTech-Effekten. Der gesamte Theaterinnenraum wird zur Bühne, und Bush versucht noch nicht einmal der Form halber, die Vorstellung eines "Rock-Konzerts" aufrecht zu erhalten - alles auf der Bühne dient nur noch dem Ziel, das Publikum auf eine apokalyptische Reise durch das Bewußtsein des Protagonisten zu schicken, dessen Geschlecht auf der Studioaufnahme noch unklar blieb, nun aber eindeutig eine Frau zu sein scheint.

Das Intro bildet die "Pause", die keine ist - man sieht und hört eine Spielfilmsequenz, die einen Astronomen zeigt, der einen Funkspruch des untergehenden Schiffs abgefangen hat und die Behörden zu alarmieren versucht, zunächst mit mäßigem Erfolg. Als die Musik "And Dream of Sheep" einsetzt, ist Bush (wie auch in mehreren folgenden Sequenzen) selbst off-stage, singt aber live - wie man deutlich an ihrem Atmen hören kann und dem manchmal leichten Zittern, das gruselig zum eiskalten Wasser paßt. Dazu läuft jeweils ein Film, der sie von oben in einer Rettungsweste im Ozean treiben zeigt, sie bewegt im Film stumm die Lippen, Bush singt live dazu. Und auch wenn sie später selbst singend auf der Bühne steht, ist sie eher Schauspielerin als Rocksängerin.

Das Stück spielt abwechselnd auf dem Meeresboden, auf der einsamen Wasserfläche des Ozeans und an geschilderten Orten in der Erinnerung, die Bühne ist von riesigen Holzmasten eines Schiffskeletts umrahmt. Gestalten in Fischmasken schwingen gigantische Tücher und erzeugen unter Nebelbänken und fluoreszierenden Laser-Kaskaden Meereswellen.

Bush versinkt bei "Under Ice" im Bühnenboden und wird von Männern mit Motorsägen wieder daraus befreit. Das Bühnenbild ist gigantomanisch und surreal - ein komplettes "Zimmer" taucht vor "Watching You Without Me" aus dem Meer auf, mit Teilen des Schiffswracks auf dem Dach, und Bush erscheint wie ein Gespenst hinter einer Tür.

In einer der gruseligsten Sequenzen während "Waking the Witch", als auf der Albumaufnahme kurz ein Hubschrauber zu hören war, fliegt eine riesige Scheinwerfer-Phalanx von der Decke quer durch das Auditorium, blendet die Zuschauer mit rotierenden Suchscheinwerfern und spuckt dichten weißen Qualm in alle Richtungen aus, wie eine Steampunk-Maschine aus der Hölle.

Und bei "Hello Earth" wächst ein monströser Leuchtturm aus dem Boden, während die Fischmenschen den leblosen Körper der Protagonistin / Kate Bush in einer quälend langsamen Trauer-Prozession auf den Schultern über eine Rampe vor die Bühne und quer durch die Zuschauer im Parkett tragen. "Tiefer, tiefer, irgendwo in der Tiefe gibt es ein Licht"...

Erst zum Finale "The Morning Fog" wird die Inszenierung für einen kurzen Moment konzerthafter, als Bush wieder physisch als Sängerin vor einer Band erscheint und - äußerst geschickt den Text ausnutzend - mit einer kleinen Geste auf ihre Brüder und ihren Sohn verweist, die in diesem Augenblick real neben ihr auf der Bühne stehen, und so eine unerwartete Brücke aus der Erzählung heraus in die Wirklichkeit auf der Bühne schlägt. Subtil, aber ein weiterer Gänsehautmoment.

Es fällt schwer, die gesamte Theatralik angemessen in Worte (oder Bilder) zu fassen. Was in der Beschreibung immer nach einem gewissen cartoon-haften Theaterzauber klingt, ist spukhaft bis zur Psychose, die Bildgewalt so intensiv, daß sie weit über Grenzen geht. Der Zuschauer hat keine Möglichkeit, sich dieser albtraumhaften Suggestion zu entziehen.

Interval

Dem Finale von "The Morning Fog" folgte eine viertelstündige Pause, nach anderthalb Stunden Spielzeit immerhin an einem Punkt, an dem das Konzert auch durchaus hätte enden können...

In den letzten Jahren haben sich zuletzt endlich auch die Literatur- und Musikwissenschaften der Rockmusik angenommen, als real existierende Gegenwartskunst des 20. Jahrhunderts. Nun ist der Punkt gekommen, an dem auch die Theaterwissenschaften folgen müssen - ich habe nie zuvor auf einer Bühne eine intensivere Inszenierung gesehen, und man glaube mir bitte, daß ich mit englischem Theater über eine sehr lange Zeit vertraut bin.

Act III "A Sky of Honey"

War die Setlist bis zu diesem Punkt mutig, erreicht sie in der zweiten Hälfte beinahe schon Harakiri, denn die restliche Show spielt ausschließlich und vollständig die zweite CD ihres Albums "Aerial" von 2005, ein weiterer Liedzyklus namens "A Sky of Honey". Im Original ca. 42 Minuten lang und auf der ursprünglichen CD in 9 einzelne Lieder aufgelöst. Die Live-Version erweiterte das Stück auf eine Gesamtlänge von über 65 Minuten an einem Stück.

"A Sky of Honey" ist eine Herausforderung nach dem doppelten Overkill von Bushs Comeback im Akt 1, gefolgt von der apokalyptischen Geisterbahn im Akt 2. Beides zusammen hinterließ den Zuschauer in einem emotional so massiv aufgewühlten Zustand, daß der Tonwechsel im Akt 3 nach der Pause nicht automatisch leicht fiel - man war auch als Zuschauer gefordert, sich selbst etwas herunterzufahren und sich auf die leisen und subtilen Bilder einzulassen.

Das "Stück" schildert einen verzauberten Tag in der Natur mit dem Gesang (und Leben) der Vögel als hauptsächliches poetisches Motiv. Es beginnt am Morgen des Tages und erstreckt sich über 24 Stunden durch die Nacht bis zum erneuten Morgenlicht, als endloser Kreis der Natur. Die Musik ist zunächst leise und ruhig, fast pastoral konzertant, und die Bildersprache im Gegensatz zu den schockartigen Bildern von "The 9th Wave" von beschwingter und beinahe italienischer Leichtigkeit.

Ein kleiner Junge als Puppe wird zum Protagonisten der Bühneninszenierung, eine Gliederpuppe aus Holz, deren Füße und Hände jeweils an die selbigen eines Puppenspielers gebunden sind, der mit der Puppe über die Bühne läuft und sie so führt.

Ansonsten ist auch hier wieder der technische Aufwand unvorstellbar, wenn auch nicht so plakativ bombastisch wie im Akt 2. Eine gigantische Tür schwebt von der Decke, später zwei riesige Baumstämme - in Relation zu Bushs Körpergröße müssen beide deutlich über 10 Meter hoch sein, und daß sie senkrecht von der Bühne herabschweben, macht einem klar, wie unvorstellbar hoch noch der Raum über der Bühne sein muß. Ein weiteres Element ist ein riesiges Ölbild (respektive dessen Leinwand), das mehrfach aus dem Himmel schwebt, als Bühnenkulisse der beiden Lieder "An Architect's Dream" und "The Painter's Link", sowie später mehrmals als Projektionsfläche für subtile Licht- und Schattenspiele der allgegenwärtigen Vögel.

Hat man sich erst in die fragilen und komplexen Melodien und Klänge eingefühlt (und einmal mehr ist David Rhodes ein Genie, das mit der Gitarre Landschaften aus Klang malt), packt einen die Dynamik des sich entwickelnden Bilderbogens. Gesanglich ein Höhepunkt ist "Aerial Tal", in dem Bush (wie auf dem Album) Vogelstimmen mitsingt. Will man überhaupt mal etwas kritisieren, dann ist es höchstens das in Hammersmith neu hinzugefügte Stück "Tawny Moon", von Bushs Sohn Albert (Bertie) gesungen, ein etwas biederes Lied, das ein wenig an West End Musicals erinnert und aus der sonst vielschichtigen komplexen Musik von "Aerial" etwas herausfällt.

Doch selbst dieser minimale Kritikpunkt wird unmittelbar durch "Nocturn" weggewischt, mit dem die Nacht einbricht und sowohl der musikalische Ton als auch die Bildersprache schlagartig düsterer, aggressiver und lauter wird - und die Singvögel von bedrohlich großen Raubvögeln abgelöst werden, die als Schattenspiele über die Bühne huschen.

Das musikalisch fulminante und ekstatische Finale "Aerial" endet mit zwei dramaturgischen Paukenschlägen im Morgengrauen. Die Holzpuppe, die man eine Stunde lang immer wieder an ihren Puppenspieler gebunden über die Bühne stolpern sah, reißt sich plötzlich los und läuft von alleine quer über die Bühne (was erneut in der Beschreibung cartoon-haft klingt, aber völlig anders wirkt), und im Stakkato der Finalakkorde der Band öffnet sich in den letzten 3 Sekunden der Show noch einmal das gigantische Holztor, und Kate Bush fliegt, mit riesigen gespreizten Vogelschwingen am Rücken, durch das Tor für Sekunden die Bühne hoch in die Luft.

Epilogue

Nach sehr kurzer Pause und kaum Zeit, nach dem letzten Stunt nach Luft zu schnappen, endet das Konzert mit zwei Zugaben. Eine neue Acoustic-Nummer "Among Angels" von Bush alleine am Flügel und ein mitreißendes "Cloudbusting" mit der Band, nach den zwei letzten Stunden zuvor grade mal der zweite Charts Hit...

Sehr sehr wenige Zuschauer hatten sich nach der Premiere über die Setlist enttäuscht gezeigt, die eine nostalgische 80s Show zum Tanzen und Mitsingen erwartet hatten. Die überwältigende Mehrzahl des Auditoriums stolpert Shocked & Stunned aus dem Theater. Allen ausufernden Worten hier zum Trotz, "Before the Dawn" ist unbeschreiblich. Und "The 9th Wave" ist ein Triumph.

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Re: Kate Bush tritt wieder live auf

Ungelesener Beitrag von THomasHH » 29. Sep 2014, 14:46

Großartig beschrieben, danke Martin. :)

Der dritte Akt kam mir gar nicht so lang vor. Echt, über eine Stunde?


Nur beim Videoeinspieler von "The 9th Wave", wo sie im Wasser treibt, bin ich mir nicht sicher, ob sie wirklich Live gesungen hat.
Es klang einfach zu anders, ich neige zur Beschreibung: Konserve - ohne blechern zu sein. ;)

Der Beschreibung im Programmheft nach zu urteilen, hat sie im Tank schwimmend auch nicht einfach nur die Lippen bewegt, sondern wirklich gesungen.
Ob DAS dann auch auf der Bühne zu hören war, weiß ich nicht. Ich meine aber schon, eben weil es anders klang als der restliche, definitive Live-Gesang Kates.
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Re: Kate Bush tritt wieder live auf

Ungelesener Beitrag von MartinC » 29. Sep 2014, 15:18

THomasHH hat geschrieben:Der dritte Akt kam mir gar nicht so lang vor. Echt, über eine Stunde?
Yep... im Theater kam es mir auch bei weitem nicht so lang vor, die Bilder sind durchgerauscht wie im Zeitraffer, aber die Tapes davon lügen nicht... ;)
THomasHH hat geschrieben:Nur beim Videoeinspieler von "The 9th Wave", wo sie im Wasser treibt, bin ich mir nicht sicher, ob sie wirklich Live gesungen hat.
Es klang einfach zu anders, ich neige zur Beschreibung: Konserve - ohne blechern zu sein. ;)
Hmm... interessanter Punkt, jetzt wo Du es sagst. Ich hatte da überhaupt nicht daran gedacht, weil ich einmal keinen wesentlichen Unterschied zum Live-Ton hören konnte, aber vor allem, weil die Stimme über weite Strecken Lippensynchron, für kurze Momente aber auch immer wieder out-of-sync war. Das ergab die perfekte Illusion von einem off-line Gesang zum Film, so daß ich das auch nicht weiter hinterfragt habe... aber bei den bisherigen Tapes scheinen die Tracks tatsächlich vollkommen identisch.

Hab jetzt mal in das Tape vom 24. reingehört (also ein Tag nach mir) und da hört man zwischen "Dream of Sheep" und dem Anfang von "Under Ice" keinen Unterschied in ihrer Stimme. Ich glaube auch nicht, daß der Ton von der Filmaufnahme genommen wurde (es ist klar, daß sie da auch gesungen hat, das geht gar nicht anders um die Mimik hinzubekommen), wenn dann wurden die Vocals unter identischen Bedingungen wie auf der Bühne aufgenommen. Das wiederum kann die out-of-sync Momente erklären und damit die perfekte Illusion...

Ich tippe mal drauf, daß bei Deiner Show etwas mit dem Film-Ton schiefgegangen ist. Ich hoffe, es taucht ein Tape vom 23. auf, da bin ich jetzt neugierig.
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Re: Kate Bush tritt wieder live auf

Ungelesener Beitrag von THomasHH » 29. Sep 2014, 15:48

MartinC hat geschrieben:Ich tippe mal drauf, daß bei Deiner Show etwas mit dem Film-Ton schiefgegangen ist. Ich hoffe, es taucht ein Tape vom 23. auf, da bin ich jetzt neugierig.
Soweit würde ich jetzt nicht gehen.
Der Ton klang ja nicht schlecht, es klang einfach nicht wie livegesungen.

Gibt es denn Tapes vom 9.9., meinem Konzert?
Verdammt, das ist jetzt tatsächlich schon wieder drei Wochen her. Kommt mir gar nicht so vor. :kicher:
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Re: Kate Bush tritt wieder live auf

Ungelesener Beitrag von MartinC » 29. Sep 2014, 17:01

THomasHH hat geschrieben:
MartinC hat geschrieben:Ich tippe mal drauf, daß bei Deiner Show etwas mit dem Film-Ton schiefgegangen ist. Ich hoffe, es taucht ein Tape vom 23. auf, da bin ich jetzt neugierig.
Soweit würde ich jetzt nicht gehen.
Der Ton klang ja nicht schlecht, es klang einfach nicht wie livegesungen.

Gibt es denn Tapes vom 9.9., meinem Konzert?
Genau so kam es mir eben grade nicht vor. Mir fiel das extreme Zittern auf, dachte aber nicht an ein Tape, da die Lippen wie gesagt ein paarmal nicht exakt gepaßt hatten. Unmittelbar danach bei "Under Ice" hatte sie das gleiche Zittern und hörbare Atmen, an der Stelle hatte ich dann die Illusion geschluckt...

Bis jetzt kenne ich Tapes vom 26.8., 27.8., 29.8., 12.9., 13.9., 16.9., 17.9. und 24.9. an den "üblichen" Orten, um unsere beiden Konzerte machen sie einen Bogen...

-- 29. September 2014, 16:01 --

Die gute Nachricht zum Tage (so sie denn stimmt)... der *exakte* Wortlaut der Mails an die betroffenen Ticket-Inhaber vom Dienstag und Mittwoch lautet offenbar:

"Due to a late decision to film the show for a DVD release we have had to relocate you from your original seat. We have ensured that you and your party are moving to a seat that is in the same or higher price bracket."
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Re: Kate Bush tritt wieder live auf

Ungelesener Beitrag von THomasHH » 29. Sep 2014, 22:13

Ich hatte grad mal in das eine Tape, welches ich habe (2014-08-26), reingehört.
So richtig begeistert bin ich nicht, von der Tonqualität. Ich werde wohl mal mit anderen Aufnahmen vergleichen müssen.

MartinC hat geschrieben:Die gute Nachricht zum Tage (so sie denn stimmt)... der *exakte* Wortlaut der Mails an die betroffenen Ticket-Inhaber vom Dienstag und Mittwoch lautet offenbar:

"Due to a late decision to film the show for a DVD release we have had to relocate you from your original seat. We have ensured that you and your party are moving to a seat that is in the same or higher price bracket."
Schön ,schön, schön, schön. :)
Hoffentlich gibt's auch eine Blu-ray. Ich denke mal, dass in der Mitteilung nur der Einfachheit halber nur von DVD release geschrieben wurde.
Lassen wir uns überraschen.
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Re: Kate Bush tritt wieder live auf

Ungelesener Beitrag von Erzengel » 30. Sep 2014, 06:56

Ich habe vier Aufnahmen zuhause, aber noch keine komplett gehört. Ich finde die vom 27.9. am besten, lasse mich aber gerne von Martin korrigieren, der offensichtlich mehr kennt ;).

Danke für die Rezension Martin, ich werde sie heute mittag in Ruhe lesen und mich dann heftig selbst bemitleiden :cry: .
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Re: Kate Bush tritt wieder live auf

Ungelesener Beitrag von THomasHH » 30. Sep 2014, 08:44

THomasHH hat geschrieben:Ich hatte grad mal in das eine Tape, welches ich habe (2014-08-26), reingehört.
So richtig begeistert bin ich nicht, von der Tonqualität. Ich werde wohl mal mit anderen Aufnahmen vergleichen müssen.
Damit meinte ich, dass mich zu viel Nebengeräusche stören. Hört sich an wie das Rascheln der Kleidung. Kommt wohl, weil das Aufnahmegerät versteckt gehalten werden musste. ;)
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Re: Kate Bush tritt wieder live auf

Ungelesener Beitrag von MartinC » 30. Sep 2014, 09:59

Erzengel hat geschrieben:lasse mich aber gerne von Martin korrigieren, der offensichtlich mehr kennt
Ich hab die mitnichten alle durchgehört... auch nur sekundenweise in ein paar Tracks reingehört um erstmal einen Eindruck zu bekommen, und grade mal vorgestern ein Tape komplett durchgehört, um ein paar Erinnerungen zuzuordnen. Sonst wäre mir wohl auch die Sache mit dem Film-Track aufgefallen... :kicher:

Deshalb kann ich jetzt hier auch keine umfassende Audio-Empfehlung geben, aber mir scheint, daß die restlichen Tapes ab Mitte September deutlich besser sind als die ersten drei von Ende August.

Alle mir bekannten Tapes liegen mittlerweile auf "Guitars101" (Google ist Dein Freund), dort muß man sich wohl mit einer (Wegwerf) Adresse anmelden, um suchen zu können. Obacht: Am besten gleich nur im Bereich "lossless" suchen, bzw. findet man alles wahlweise als FLAC oder MP3. Oder als Alternative zum Frickeln mit den One-Click-Hostern, der größte Teil davon ist auch auf "DIME" (bzw. umgekehrt von dort, was Exklusives liegt dort bislang aber nicht).

Wenn ich aus dem Bauch raus eins hervorheben sollte, der 12.9. klingt ziemlich gut und da gibt es auch noch von (jemandem) "MOB" ein Remaster, das findet man recht schnell, wenn man nach dem Blog "Just Add Cones" googelt.
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Re: Kate Bush tritt wieder live auf

Ungelesener Beitrag von THomasHH » 30. Sep 2014, 11:30

Meine I-net-Verbindung ist leider nicht die schnellste, aber ich versuchs mal. :kicher:

Gibt es schon eine gelungene Cover-Gestaltung, wenn man es sich auf CDs brennen möchte?
Sonst muss ich mir selbst was basteln.

Das hier könnte man als Front nutzen:
Dateianhänge
index.jpg
index.jpg (12.88 KiB) 1345 mal betrachtet
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