Timeless 2013 - Der Film im deutschen Kino?

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Roland

Timeless 2013 - Der Film im deutschen Kino?

Ungelesener Beitrag von Roland » 1. Apr 2017, 00:27

Als bekennender MF-Fan (habe sie vor einem Jahr bei YouTube über eine Hintergrund-Musik zu einer Greta-Garbo-Doku entdeckt) geht mir - neben der phantastischen Musik - der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf, gemeinsam mit anderen Fans wenn schon nicht ein Konzert, so doch wenigstens diesen Film in angemessener Umgebung ansehen zu können - also in einem richtigen Kino mit entsprechend professioneller Beschallung.
Bei meinem ersten Anlauf wurde ich über Mitarbeiter vom Lindenpark Potsdam-Babelsberg (einem bekannten Konzert-Veranstaltungsort)an das Thalia-Programm-Kino in Potsdam vermittelt, habe dort aber noch niemand Verantwortlichen erreichen können, um meine Idee vorzutragen.
Es wäre natürlich sehr hilfreich, wenn ich dabei möglichst viele Fans als Unterstützung im Rücken hätte, um die Chefin von den Erfolgsaussichten einer Aufführung des Filmes, der lt. Internet-Recherche bisher nur in Frankreich, Belgien und der Schweiz gezeigt wurde, überzeugen könnte.
Was haltet Ihr davon?
Zuletzt geändert von imagine am 1. Apr 2017, 02:02, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Thema gepinnt
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Roland

Timeless 2013 - Der Film im deutschen Kino?

Ungelesener Beitrag von Roland » 1. Apr 2017, 18:41

Bin heute mal wieder am Kino vorbei gefahren...
Der Kartenverkäufer gab mir eine Visitenkarte der Programm-Chefin mit und deutete, gewissermaßen zur "Einstimmung" an, dass es u.a. eine "teuerste Kinokarte Potsdams" (wohl allein für die Saalmiete) gäbe, bei der für die ersten 20 Karten 100€ aufgerufen würden, für jede weitere dann 5€.
Das kann so wohl noch nicht die Lösung sein, ich bleibe dran, da geht bestimmt noch was.
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Roland

Timeless 2013 - Der Film im deutschen Kino?

Ungelesener Beitrag von Roland » 2. Apr 2017, 16:26

Nein - KEIN Aprilscherz - ich dachte, hier gäbe es Fans...
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Ungelesener Beitrag von imagine » 2. Apr 2017, 17:51

Also ich hatte ja schon geschrieben, dass ich die Idee gut finde. Daher :aufwachen: Leute.
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MartinC
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Timeless 2013 - Der Film im deutschen Kino?

Ungelesener Beitrag von MartinC » 4. Apr 2017, 09:33

Was das Finanzielle betrifft, könnte man einfach auch mal andere Programmkinos fragen. Sofern man in Sachen Technik auch moderate Abstriche akzeptieren würde, sollte es Kinos geben, die auch für weniger als 2000 Öcken buchbar sind.

Ein Punkt, den Du vorab klären solltest - hattest Du denen gesagt, daß der Film *nicht* im deutschen Verleih ist? Ich kenne nämlich solche Angebote auch von den größeren Schachtelkinos, jeden im Verleih befindlichen Film für Sondervorstellungen zu buchen, und das bewegte sich ungefähr in diesem Preisrahmen.

Ohne jetzt den Grinch spielen zu wollen, sehe ich da nun das grundsätzliche Problem, und zwar die Aufführungsrechte. Die BluRays, die wir alle gekauft haben, dienen ausschließlich der privaten Aufführung. In Folge wäre es rechtlich maximal zulässig, wenn jemand einen Saal mietet und persönliche (sic!) Bekannte dazu einlädt. Der Punkt ist, daß Du mit allen bereits einen sozialen Umgang hattest, *bevor* Du sie eingeladen hast, und selbst ein Aufruf wie in einem Forum hier würde das bereits überschreiten (ganz zu schweigen von Flyern, schwarzen Brettern, Postern, etc.).

Du kannst (vermutlich) einen Saal in einem Programmkino mieten, um dort einen eigenen mitgebrachten Film laufen zu lassen (z.B. bei einer Geburtstagsfeier, etc.). Wichtig ist, daß Du dann vorab mit dem Kino klärst, welcher Film das ist (also "Timeless 2013", Retail-Kopie aus Frankreich) und wen Du dazu einladen willst (also z.B. Aufruf im Fan-Forum). Wenn das Kino das akzeptiert, prima, aber sonst läufst Du Gefahr, daß das Kino im letzten Moment einen Rückzieher macht und auf die AGB verweist. Dazu kommt, daß der Film meines Wissens nach auch niemals der FSK vorgelegt wurde und folglich keine Alterszertifizierung hat.

Die Chance, eine offizielle Lizenz zu bekommen, ist Null & Nada. Das Antwortverhalten von Universal France trägt ausgeprägt autistische Züge, d.h. Du bekommst von denen keine Absage, sondern *überhaupt* keine Reaktion. Die kommunizieren nicht einmal mit ausländischen Presseorganen (wenn man nicht grade Springer oder Burda ist, und auch dann nur vielleicht).

Deutschland ist das Land im Westen, das Abmahnungen zu einem eigenen Wirtschaftszweig gemacht hat, und auch Programmkinos sind diesbezüglich Kummer gewöhnt (einmal einen Film gezeigt, dessen Rechte vor 17 Jahren mal an eine Hinterhofklitsche vergeben wurden und schon sind wieder 10.000 Öcken durch den Schornstein). Deshalb schildere denen schon gleich am Anfang die gesamte Geschichte (und Problematik) und was Du genau damit planst. Sonst riskierst Du Rückzieher noch 5 Minuten vor Filmbeginn...
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Roland

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Ungelesener Beitrag von Roland » 4. Apr 2017, 10:05

Das ist ja mal ein interessanter Einblick, diese Erfahrungen wurden sicherlich mit jeder Menge Ärger erkauft, danke Martin.
Hatte eigentlich mit Entgegenkommen der Rechteinhaber gerechnet, schon, weil in Deutschland bisher wohl nicht viel in Sachen MF gelaufen ist - warum auch immer.
Mit alten DEFA-Filem war es ähnlich, die Fa. Eisstorm hatte da speziell bei einem tollen Antikrigsfilm aus den 80ern (Die Frau und der Fremde, u.a. mit Katrin Waligura, besser bekannt als "Schwester Stefanie") mit den Erben von Rechteinhabern zu kämpfen, bis er endlich auf DVD erscheinen konnte.
Gehen die Aufführungsrechte nun nicht auch an Sony über?
Vielleicht verhalten die sich ja etwas anders, obwohl, wenn ich nur an die PlayStation-AGB's denke...
Aufführung im privaten Rahmen war ja auch mal mein ursprünglicher Ansatz und da fielen ja viele Probleme weg.
Aber unser Kneiper vor Ort hat schon Muffensausen, wenn ich mal einen Titel vom Handy über Bluetooth auf die Anlage streame, der nicht so'n kalter Kaffe ist, wie da sonst rauskommt...

Wir könnten ja mal ein bisschen Brainstorming zum Thema machen -hat jemand hier vielleicht noch eine Idee?
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Ungelesener Beitrag von THomasHH » 5. Apr 2017, 18:36

Roland hat geschrieben:
4. Apr 2017, 10:05
hat jemand hier vielleicht noch eine Idee?
Grundsätzlich finde ich Deine Idee, den Film in Eigenregie in Deutschland wenigstens einmal zu zeigen, klasse.
Aber Martin hat die Unwägbarkeiten ja bereits aufgeführt, leider ist das wohl so.

Die einzige Möglich bestünde wohl tatsächlich, jemanden zu finden, der privat so viel Platz hat und gewillt wäre, mehrere ihm auch unbekannte Personen zu sich nach Hause einzuladen, um dort den Film zu schauen.
Eine Leinwand mit Beamer wäre hier sicher die bessere Lösung, ein riesiger TV täte es aber auch. Ersteres habe ich zwar, aber es mangelt an Platz. Und zwar gehörig. :(
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Ungelesener Beitrag von imagine » 5. Apr 2017, 20:30

Ja die Sache mit den Rechten und der Art, wie Universal reagiert... :bored:
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Ungelesener Beitrag von OneHitWonder » 5. Apr 2017, 23:19

Dachte zuerst tatsächlich auch an einen Aprilscherz :D

Ehrlich gesagt glaub' ich letztlich auch nicht daran, dass sich das in einem "richtigen" Kino hierzulande mit vertretbarem Aufwand realisieren lässt.

Aber: Sollte es dazu kommen und mir nicht was wirklich dummes dazwischen kommen, werde ich alles in Bewegung setzen um dabei zu sein. Das Kino in Straßburg ist jetzt ziemlich genau 3 Jahre her und es wäre mal wieder Zeit, sich zu sehen.
:group:

Und: Ja, hier gibt es Fans! :love1:
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Roland

Timeless 2013 - Der Film im deutschen Kino?

Ungelesener Beitrag von Roland » 6. Apr 2017, 23:27

Ich hatte vorgestern ein nettes und einigermaßen aufschlussreiches Gespräch mit einer Frau, die im Potsdamer Thalia Programmkino die Filmplanung macht.
Technisch wäre es kein Problem, habe mir ja wie offenbar schon viele vor mir aus Frankreich die nicht ganz billige BlueRay besorgt, die dort problemlos abspielbar wäre.

Die rechtliche Seite:
Wenn man es nicht zweifelsfrei als reine Privatveranstaltung UND ohne jede geschäftliche Interessen veranstaltet, würde in jedem Fall die GEMA für die Musik die Hand aufhalten.
Bei der Konzertfilm-Aufführung kommen aber ev. noch andere Gebühren auf den Veranstalter zu.
Dazu dann die Miete für Raum und Technik.
Abweichend von der schon genannten Auskunft des Kartenverkäufers für die "Teuerste Kinokarte Potsdams" würden für die ersten 20 Karten je 155€ anfallen, für jede weitere ein nicht genannter jedoch geringerer zusätzlicher Betrag...
Es bliebe also nur die Prvatveranstaltung irgendwo im oder auf dem Lande.
Natürlich kan sich jeder den Filn daheim im stillen Kämmerlein von DVD, BlueRay oder YouTube reinziehen, aber mir ging es gerade um das Gemeinschaftserlebnis, die Gruppendynamik, das Teilen der Begeisterung.
Aber umgeben von rotem Plüsch sitzend, in der einen Hand ein Bier, in der anderen den Riesen-Popcornbecher... so kann das auch kaum funktionieren, wie ich selbst beim Rammstein in Paris-Konzertfilm gesehen bzw. miterlebt habe.
Bei einem richtigen Rock- oder Pop-Konzert steht ja das Publikum überwiegend, was der erwünschten mitreißenden Wirkung in diesem speziellen Fall zuträglich sein sollte.
Beim damaligen ABBA-Film war das ja noch etwas anders.
Insofern wäre ein normales Kino vielleicht auch nicht die optimale Location, sondern eher eine Mischung aus Sitz- und Stehplätzen, in dem man auch spontan aufkommendem Bewegungsdrang nachgeben könnte.

Die GEMA...
...hat sich im Laufe der Jahre offenbar immer mehr zu einem Moloch entwickelt, wie man der Beschreibung in der Wikipedia nachempfinden kann.
Da gibt es z.B. die "GEMA-Vermutung", nach der bei der Aufführung von sog. "U-Musik" grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass dafür GEMA-Gebühren fällig werden, weil diese Gesellschaft in Deutschland ein Alleinvertretungs-Monopol für alle, auch ausländische Rechteinhaber innehat und in dieser Monopolstlellung vom Dt. Patentamt als Aufsichtsbehörde auch noch unterstützt wird.
Um als Veranstalter einer Gebührenpflicht zu entgehen, wäre man durch die aus dieser Tatsache abgeleitete Beweislastumkehr gezwungen, durch Vorlegen einer Titelliste selbst nachzuweisen, dass für keinen der zur Aufführung gelangten Titel eine Gebühr fällig wäre.
Zudem kann man lesen, das der GEMA die Möglichkeit eingeräumt werden müsse, selbst nachzuprüfen, ob dem so wäre.
Und, selbst, wenn keine entsprechenden Titel zur Aufführung gelangt wären, könne die GEMA für den ihr entstandenen Aufwand eine Kostenerstattung verlangen - wenn ich den Text richtig verstanden habe...
Darüber hinaus wurden etliche Petitionen gegen die Geschäftsgebahren der GEMA initiiert und, bei erfolgreichen Beschwerden durch Erreichen einer genügenden Zahl von Unterschriften diese oft berechtigten Beschwerden dann durch den Bundestag oft wegen Formfehlern fast vollständig abgeschmettert.
Zustände sind das...
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